Zuhören und Verstehen
Wenn ein geliebter Mensch an einer Angststörung leidet, fühlen sich Angehörige oft hilflos. Man möchte helfen, weiß aber nicht wie. Das Wichtigste vorab: Du musst die Angst nicht "wegmachen". Oft hilft es schon, einfach da zu sein und die Gefühle des anderen ernst zu nehmen.
Was hilft:
- • Ernst nehmen ("Ich sehe, dass es dir schlecht geht")
- • Geduld haben (Heilung braucht Zeit)
- • Über die Angst informieren
- • Gemeinsame kleine Schritte planen
Was weniger hilft:
- • Abwerten ("Stell dich nicht so an")
- • Logische Gegenargumente (Angst ist nicht logisch)
- • Druck ausüben
- • Die Angst komplett übernehmen (Vermeidung fördern)
Selbstfürsorge für Angehörige
Du kannst nur eine Stütze sein, wenn du selbst stabil stehst. Die Begleitung eines Menschen mit Angststörung kann sehr kraftzehrend sein.
Setze Grenzen
Es ist okay zu sagen: "Ich kann gerade nicht mehr zuhören, ich brauche eine Pause."
Eigene Hobbys pflegen
Behalte dein eigenes Leben bei. Triff Freunde, treibe Sport und sorge für positive Erlebnisse.